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Die Orgel ist in der Mitteilungsbroschüre der "Gesellschaft der Orgelfreunde"
Heft 3 Jahr 1988 von Wolfgang Syré beschrieben. Sehen Sie dazu die Fotokopien.




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AO-S1/

            GDO Ars organi TITEL

AO-S2/

GDO Ars organi ORGEL FOTO SW




AO-S1/

GDO Ars organi

AO-S2/

GDO Ars organi


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SYRE2-FOTO/

Wolfram Syré;
Autor des Textes
an der Orgel
(inzwischen
Dr. W. Syré)

Link auf die Internet-
Seite von Dr. Syré

        Hier folgt der Inhalt der Fotokopie in Textformat

         Fantasie in Holz -
        eine ungewöhnliche Hausorgel auf Principal-8'-Basis
        von Wolfram Syré, Stade

Für die Planung seiner zweimanualigen Hausorgel stellte
der Auftraggeber (er möchte ungenannt bleiben) zwei Grundbedingungen:
---- sämtliche Labialpfeifen sollten aus Holz sein;
---- es wurde ein voll ausgebauter Principal 8' gewünscht

Unter diesen Voraussetzungen entwickelte sich die Konzeption für
eine solche Orgel bald auf historische italienische Vorbilder zu.
Trotzdem wurde keine direkte Stilkopie angestrebt;
das kommt u. a. dadurch zum Ausdruck, daß für die Pfeifen eines
jeden Labialregisters eine andere Holzart gewählt wurde.
Auch die Disposition geht über die klanglichen Möglichkeiten einer
klassischen italienischen Orgel hinaus; sie lautet:


I. MANUAL C-d3

Gedackt 8' Aburaholz;
Rohrflöte 4' Eschenholz, Röhrchen im Spundgriff
Dulcian 8' im Block, Metallbecher, Ebenholzkehlen

II. MANUAL C-d3°

Principal 8' Eichenholz, C-H abgeführt, c° gis1 Prospekt, a1-d3'
dahinter hochgebänkt
Octave 4' Mahagoniholz
Octave 2' Kirschenholz
Quinte 11/3 Movinguiholz

PEDAL C-d1

Gerade, zum Gehäuse leicht ansteigende Barockklaviatur mit Schnabelobertasten,
c° unter c1. Keine eigenen Register.

Koppeln (als Tritte) II/I, I/Pedal, II/Pedal
Bocktremulant, Nachtigall.

Ungleichstufige Temperatur nach Kirnberger I (a' = 440 Hz). Winddruck 63 mm.

Erbauer: Stader Orgelbau R. Magunia (Dulcian 8' von Rudolf Janke Bovenden).
Entwurf, Planung, Mensuren und Intonation: OBM Werner Mann.
Disposition und Konzept: Wolfram Syré
Maße der Orgel: Breite 1,70 m - 0,85 m - 2,45 m.

Das Gehäuse, eine massive Rahmenkonstruktion mit eingehängten Füllungen,
ist aus Eichenholz und wurde mit Schellack behandelt.
Der klassische fünfteilige Prospekt gliedert sich in zwei
große Spitztürme, zwei kleinere Flachfelder und ein leicht vorkragendes flaches Mittelfeld.
Die aus Eichenholz ausgesägten Schleierbretter sind mit Rankenwerk, das nach Vorbildern der
Renaissance entworfen wurde, geschmückt; ein Schleierbrett im rechten Spitzturm zeigt einen
singenden Vogel. Kräftige Kranzprofile bilden das Gegengewicht zur Vertikalen der aus
gewachster Eiche gefertigten Prospektpfeifen, die auf pyramidalen vierkantigen Füßen stehen.
Das Notenpult ist mit zwei musizierenden Engeln geschmückt, die Zink und Traversflöte spielen.

Einen neuen Holzfarbton bringen die beiden Manuale, die Klaviaturbacken und die Registerzüge:
hier wurden Eibe (Manualuntertasten, Einlegearbeiten in den Klaviaturbacken, gedrechselte
Registerknöpfe) und Ebenholz (Manualobertasten, Spiegel der Registerknöpfe) verwendet.

Die leichtgängige Spieltraktur ist einarmig konstruiert und führt über Eisenwellen
zu den Ventilabzügen aus Messingdraht; sämtliche Abstrakten sind aus Holz,
ihre Regulierung erfolgt an den Messingärmchen über Ledermuttern.
Die Registertraktur ist aus Holz und Eisen. Die gespundeten
Windladen, die Ventile und die Schleifen sind aus Eichenholz.
Die Ventile des l, Manuals liegen an der Rückseite der Windlade,
die des II. Manuals vorne hinter dem Prospekt.
Metallkondukten führen zu den abgesetzten Pfeifen, die teilweise gekröpft werden mußten.
Das elektrische Gebläse speist einen parallel aufgehenden Doppelfaltenbalg.
Die Windzufuhr der größeren Pfeifen wurde durch Keile in den Füßen,
die der kleineren durch Regulierschrauben eingestellt.
Die Stimmung der längeren Pfeifen erfolgt durch Holzschieber an deren Rückwand,
die der kürzeren durch Abschneiden auf genaue Tonlänge.

Holz als Werkstoff für die Pfeifen ist eine wesentliche Voraussetzung für den
kammermusikalischen Charakter der Orgel. Die verschiedenen Register verschmelzen
klanglich ausgesprochen homogen miteinander.
Werden die Register einzeln gespielt, so läßt sich anhand jeder Pfeifenreihe
die klangliche und musikalische Vielfalt dieser Orgel erleben;
hier machen sich die unterschiedlichen Mensuren und Holzarten sehr positiv bemerkbar.
Trotzdem läßt sich auf dieser Orgel auch ein imposantes Plenum registrieren,
das von den vier Principalen - unterstützt vom Dulcian im Pedal-gebildet wird.

Die handwerkliche und musikalische Qualität dieser Orgel
zeichnet diese als ein Einzelstück aus, dessen Konzept
für die Diskussion über den Hausorgelbau von Interesse sein dürfte.


Ergänzung:
Der Zustand der Orgel (2012) ist neuwertig.



Foto
Link auf die Internet-Seite
der Herausgeber von "ars organi"


Flag-GB200



Please read here the description of the organ by Dr. Syré in English language

Flag-GB200

 

IMAGINATION OUT OF WOOD AN OUTSTANDING CHAMBER ORGAN BASED ON DIAPASON (8´)

There were two conditions for the specification of the organ: All flue stops should be out of wood, also the diapason (8’). Following these conditions the specification for the organ, historical italian organs would be an example. Nevertheless it should be not a copy. This is achieved for example that for each flue stop another kind of wood was choosed. Also the specification is larger than an italian chamber organ. THIS IS THE SPECIFICATION: Temperament Dissimilar-degree after Kirnberger l (a1 = 440 Hz). Wind pressure 63 mm. Organ builder: Stader Orgelbau R. Magunia (Dulcian 8' by Rudolf Janke. Bovenden). Conception planning scale and voicing: Master organ builder Werner Mann Specification and draft : Wolfram Syré Measurement of the organ: width 1,70 m - 0,85 m - 2,45 m. The organ case is a massive framework build out of oakwood and is prepared with shellac. It is divided in two topped tromps, two smaller pipe-flats and a slightly projecting pipe-flat in the middle. The pipe-flats are adorned with arabesques modelled on renaissance pattern and are sawed out from oak wood. The right topped tower shows a singing bird. Powerfull profiles are building a counterpart in comparison to the vertical line of the pipes in the front. They are builded of oak wood, which is waxed and are standing on pyramidal squared feet. The pult for the notes is adorned by two angels playing a flute and an old trumpet. A new wood-color show the lower-keys of both manuals, the keybord-edges and the stop-knobs. For these parts yew-wood was used. Ebony was used for the semitones of the manuals and for the front of the stop-knobs. The tracker-action of the keydesk works easy and one tracker is build by one-arm. It leads via roller of iron to the the valves. All trackers are out of wood. The regulation is posssible by nuts of leather. The stop action is out of wood and iron. The wind-chest, the valves and the slider are out of wood. The valves of the first manual are at the rear side of the wind-chest , the second manual are in the front behind the front side. Metallic wind-tubes lead the wind to the big pipes of Diapason. An electrical blower feeds a parallel opening double-folded-bellows. The wind supply of the bigger pipes has been controlled by wedges in the foot, the smaller pipes with regulation screws. The tuning of the longer pipes works at the rear-side by wooden slides, the shorter one are cut to pitch length. Wood as material for the pipes is an essential qualification for the chamber musical character of the organ. The different stops melting together in a outstanding homogeneous way. Playing the single stops, the muiscal and tuneful variety is to experience. From here the different kinds of wood and the pipe scales are to be noticed very positive. Nevertheless it is possible to register an imposant plenum, that is build by the four stops: Diapason-/Principal-/Fifteenth-/Nineteenth and supported by the 8’-reed-stop (Dulcian ) of the pedal. Owing to the musical and technical quality of the organ it is a single piece. The conception of this organ is of further interest to discuss the building of a chamber organ.



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Boecker4-FOTO/

Martin Böcker spielt
die Klangbeispiele.
Er ist Kantor und Organist,
Orgelsachverständiger,
Künstlerischer Leiter der
Orgelakademie Stade und
Professor für Orgel u. Orgelbaukunde.

Link auf die Internet-Seite der Orgelakademie Stade

K L A N G B E I S P I E L E





          Foto-Hoerer2/

"ZUHÖRER"
Ton-Figuren von
AGNES HASENKAMP


Zur Information:
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Dann öffnet sich beim INTERNET-EXPLORER ein Fenster
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3-wählen Sie ihr Musikprogramm aus
4 und klicken Sie auf "OK"





KLICKEN SIE AUF DIE TITEL; UM DIE MUSIKBEISPIELE ZU HÖREN.

Die Computerlautsprecher geben die Klangfülle
und Klangqualität leider nur vermindert wieder.
Über einen Kopfhörer läßt sich die Ton-Qualität
hörbar verbessern.

Bei weitergehender Interesse bitte anrufen für Zusendung einer CD mit u. a. diesen Musikstücken.

"Allein Gott in der Höh" *** Sweelinck

"Susanne un Jour" (Holzprinzipal 8') *** O. di Lasso

"Susanne un Jour", Canzona ***

"Ach wie nichtig," Variation II *** Georg Böhm

"Ach wie nichtig," Variation V *** Georg Böhm

"Pastorale Satz 2 (mit =Nachtigall= der Orgel)

"Toccata" *** J. Cabanilles

"Sonate" *** A. Soler

"Sonate" *** G. Valeri

"Sonate" *2* G. Valeri






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Foto-Orgsti21g
Direkte Ansicht der Orgel

PREIS und TELEFON .

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Foto-Orgwiq10
Die Orgel im Licht der Wintersonne


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Status Februar 2012



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POSITIVE HAFTUNG

Kirchenfenster-Grafik
Dom in Skara, Schweden.
Bild aus einem Glasfenster
von B. Beskow